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Richtig Messen

Immer häufiger möchten wir selber eine Übersicht über unsere Gesundheit erhalten. Dazu gehört es auch, mehr oder weniger regelmäßig ein Blick auf unsere Vitaldaten zu werfen. Aber nur, wenn sie „richtig“ gemessen werden, haben sie Aussagekraft. Hier wollen wir Ihnen dazu Hinweise geben.

Wie Sie Ihre Werte richtig messen: Eine Anleitung zur Messung daheim

Die Blutdruckwerte mancher Menschen können durch Nervosität oder Angst bei Arztbesuchenansteigen. Der Arzt empfiehlt Ihnen daraufhin, die Werte noch einmal in Ruhe zuhause zukontrollieren.Messgeräte, die daheim genutzt werden, sollten spätestens nach zwei Jahren überprüft werden.


Messung von Blutdruck und Puls:

  • Bevor gemessen wird ruhen Sie sich einige Minuten aus
  • Messen Sie nicht im Stehen
  • Halten Sie die Manschette auf Herzhöhe
  • Husten oder Sprechen Sie während des Vorgangs nicht

Messen Sie zunächst beide Arme, danach immer den Arm mit dem höheren Wert.

Dokumentieren Sie die Werte und messen Sie zu bestimmten Situationen. Bei dauerhaft höheren Werten als 134/84 sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Merke: Bei der Messung des Oberarms - Kleidung klemmt den Blutfluss ab!


Messung der Körpertemperatur:

Fühlen Sie sich schlapp oder krank? Dann sollten Sie immer Ihre Temperatur messen. Fieber ist ein Signal, welches auf eine ernst zunehmende Krankheit hinweisen kann. Die rektale Messung, also in den After, ist die sicherste Methode, um die richtige Körpertemperatur zu ermitteln. Alle anderen Messmethoden, wie beispielsweise unter der Zunge oder in der Achselhöhle geben nur oberflächliche Temperaturwerte, bei denen man immer 0,5 bis 1 Grad dazuzuzählen sollte.


Messung des Gewichts und des Bauchumfangs:

Wiegen Sie sich immer zur selben Zeit und unbekleidet. Am besten wäre es gleich am Morgen auf nüchternem Magen. Achtung: Ein Teppich unter einer Waage kann das Ergebnis beeinflussen. Den Bauchumfang können Sie mit einem normalen Messband auf Taillenhöhe messen. Der Bauchumfang der Frau sollte unter 88 cm liegen, beim Mann unter 102 cm.


Messung des Körperfetts:

Moderne Analysegeräte, die nach dem Bioimpedanz-Verfahren arbeiten, können Fett- und Muskelmasse Werte ermitteln. Ein schwacher Strom wird durch den Körper geschickt und misst diesen Widerstand. Dazu benötigt das Analysegerät weitere Daten wie beispielsweise Alter, Größe und Geschlecht. Die Werte hängen aber auch von äußeren Bedingungen ab wie z.B. der Wasseranteil. Bedeutet, je geringer der Wasseranteil, desto größer auch der Widerstand, sodass das Gerät einen höheren Fettanteil meldet. Etwas genauer sind die Geräte, die die Fußsohle und auch die Handflächen messen.


Quelle: Katzenberger, N. (2015): Richtig selbst messen. Die Werte im Blick behalten. Rat & Hilfe. Apotheken Umschau. S. 38 ff. B 02/15