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Wissenwertes

Überweisungsschein

Der Überweisungsschein wird dann ausgestellt, wenn ein Arzt seinen Patienten an eine andere Stelle überweist. Dies kann in folgenden Fällen sinnvoll sein wenn:

  • bestimmte diagnostische Mittel (z.B. Röntgen) benötigt werden (Auftragsleistungen)
  • eine zweite fachliche Meinung auf dem gleichen Gebiet notwendig erscheint (Konsil)
  • eine Weiterbehandlung auf einem anderen Fachbereich notwendig erscheint

Das folgende Muster soll es Ihnen möglich machen, die Angaben auf dem Überweisungsschein nachvollziehen zu können:

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  1. Die Arzt- und Patientendaten
    Datum: TT.MM.JJ (z. B. 19.05.14) Die KV-Vertragsarztnummer muss 7-stellig und numerisch (d. h. keine Sonderzeichen und Leerzeichen) angegeben werden.
  2. Das Adressetikett
    Das Adressetikett mit der Arztnummer soll auf die Überschrift des Überweisungsformulars geklebt werden.
  3. Die Vertragsarztnummer
    Ein Eintrag wird nur vom Laborarzt bei einer Weiterüberweisung vorgenommen.
  4. Die Ausnahmekennziffer
    Vom Budget befreite Patientengruppen werden hier eingetragen.
  5. DFÜ - Etikett
    Hier wird das s.g. Datenfernübertragungsetikett (rot) aufgeklebt. Es enthält eine vierstellige Nummer, die die Weiterverarbeitung im Arztsystem erleichtert. Der Arzt erhält die DFÜ-Etiketten in dreifacher Ausfertigung, eines für den Überweisungsauftrag, eines für das Laborbuch und eines zur Verfügung (z. B. Karteikarte).

Der Überweisungsschein ist wie die Versichertenkarte ein Nachweis, dass der Patient Anspruch auf das Sachleistungsprinzip der Gesetzlichen Krankenversicherung hat. Unter dem Sachleistungsprinzip versteht man, dass der gesetzlich versicherte Patient die Krankenbehandlung in Anspruch nehmen kann, ohne eine Rechnung vom Leistungserbringer (z.B. Arzt) zu erhalten. Bei privatversicherten Patienten gilt das Kostenerstattungsprinzip. Hierbei werden die erbrachten Behandlungsleistungen nachträglich von der Krankenkasse erstattet.

Der Überweisungsschein wird zur Abrechnung der Behandlung mit der Kassenärztlichen Vereinigung benötigt. Einzelheiten sind im Bundesmantelvertrag der Ärzte geregelt.

(Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg 2013)