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Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes

Bei der Erkrankung oder dem Unfall eines Kindes mag es vorkommen, dass ein Elternteil zur Betreuung zu Hause bleiben und seiner Arbeitsstelle fernbleiben muss. Es ist daher unter Umständen möglich, für den in Frage kommenden Zeitraum Kinderkrankengeld bei der Krankenkasse zu beantragen. Die benötigte Bescheinigung ist nach der Untersuchung des Kindes beim Arzt erhältlich.

Zuerst einige allgemeine Informationen:

  1. Für jedes Kind, das die Anforderungen erfüllt, hat der Arbeitnehmer ein Kontingent von Tagen für die er sich von seinem Arbeitgeber freistellen lassen, und dann Kinderkrankengeld beantragen kann.

    • Ein Kind = 10 Tage im Jahr
    • Zwei Kinder = 20 Tage im Jahr
    • Drei Kinder und mehr = 25 Tage im Jahr

  2. Kinderkrankengeld kann nur bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres beantragt werden.
  3. Bei Anspruch auf Kinderkrankengeld besteht ein Recht auf unbezahlte Freistellung durch den Arbeitgeber. Dieses Recht kann nicht durch individuelle Regelungen im Arbeitsvertrag beschränkt oder gar ausgeschlossen werden.
  4. Hat das Kind einen Unfall im Kindergarten oder der Schule, so gilt diese als „Arbeitsunfall“, weshalb dann jedoch die Berufsgenossenschaft tätig werden muss, nicht mehr die Krankenkasse.
  5. Die Höhe des Krankengeldes beträgt stets 70% des Bruttoeinkommens der Aufsichtsperson, maximal 91,88 Euro pro Tag. (Quelle: www.arbeitsrecht.de/newsletter/archiv/2005/das-kinder-pflegekrankengeld-05-2005.php)

Die Vorderseite der Bescheinigung zeigt die üblichen Informationen zum Patienten und ist relativ schnell erklärt.

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  1. Hier werden die allgemeinen Daten zum Patienten eingetragen.

    • In dem obersten Feld wird der Name der Krankenkasse eingetragen
    • Es folgen Name, Anschrift und Geburtsdatum des Patienten
    • Darunter wird die Nummer der Krankenkasse, sowie die Versichertennummer und der Status des Patienten (Zahlencode, der für den Versicherten, Rentner, das Kind, der älteren Person etc. steht) eingetragen
    • Die Betriebsstätten- sowie die Arztnummer bezeichnet den Arzt. Datum bezieht sich auf den Untersuchungstag.

  2. Wichtig für den Antrag, ist die korrekte Erfassung des Zeitraums, in dem der Patient oder die Patientin einer Betreuung bedurfte. Das genaue Anfangs- und Enddatum sind hier einzutragen.
  3. Platz für den Arztnamen. Es müssen Name, Anschrift, Telefonnummer und die Arztnummer in scanbarer Schrift und die Unterschrift des Arztes vorhanden sein.

Damit ist die Vorderseite des Antrags ausgefüllt, es folgt die Rückseite.

  1. In diesem Kasten sind die Daten des Versicherten anzugeben, der den Anspruch auf Krankengeld erhebt - zumeist der Elternteil.
  2. Die Bank- und Kontodaten der unter 1. angegebenen Person, auf die das Krankengeld im Falle der Bewilligung überwiesen wird.
  3. Die Adresse des Arbeitgebers muss angegeben werden, damit die Krankenkasse sich mit Diesem in Verbindung setzen kann. In den folgenden Tagen wird ein Fragebogen zugeschickt, den der Arbeitgeber ausgefüllt zurücksenden muss.
  4. Tarifvertraglich mag es vorkommen, dass die Betreuungsperson für einige Tage vom Arbeitgeber eine Entgeltfortzahlung bei Erkrankung des Kindes erhält. Ist dies nicht der Fall oder die betreffende Anzahl an Tagen wurde bereits überschritten, ist das erste Kästchen anzukreuzen.
  5. Alleinerziehende kreuzen ja an, alle Übrigen nein. Mit der Unterschrift wird versichert, dass keine andere Person die Betreuung übernehmen konnte.
  6. Sollte man für, das auf der Vorderseite genannte Kind schon Krankengeld bezogen haben, muss dieses dort eingetragen werden Mit dem Datum und der Unterschrift bestätigt man die Richtigkeit der Angaben.