Gesundheitsportal Flensburg

Wissenwertes

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Mit der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (umgangssprachlich auch „Gelber Schein“) bescheinigt der Arzt oder Zahnarzt, dass die Person an einer Krankheit leidet, die ihm an der Verrichtung der Arbeitsleistung hindert. Üblicherweise muss die Arbeitsbescheinigung spätestens am vierten Tag der Erkrankung beim Arbeitgeber vorliegen. Sie kann jedoch auch schon vorher vom Arbeitgeber angefordert werden (unter Umständen schon am ersten Tag).

Form der Bescheinigung

Für gesetzlich Versicherte wird ein dreiseitiges Formular ausgestellt:

  1. Seite (gelb) – für die Krankenkasse (das Original)
  2. Seite (gelb) – deshalb die umgangssprachliche Bezeichnung „gelber Schein“) – Durchschlag für den Arbeitgeber (ohne Krankheitsbezeichnung)
  3. Seite (weiß) – Durchschlaf für den ausstellenden Arzt oder Zahnarzt (für die Krankenakte).

Auf der ersten und dritten Seite ist neben der Dauer der Arbeitsunfähigkeit, der Name und die Daten der Krankenversicherungskarte des Erkrankten ersichtlich. Außerdem befindet sich die ICD-10, die verschlüsselte Diagnose, wegen welcher Arbeitsunfähigkeit besteht, auf der Bescheinigung.

Der Arbeitgeber kann die Diagnose auf dem ihm ausgehändigten Exemplar aus Gründen des Datenschutzes nicht sehen.

Die Krankenkasse benötigt die medizinischen Daten, um die Dauer des Anspruches auf Entgeltfortzahlung zu prüfen und ggfs. Den Anspruch auf Krankengeld festzustellen.

Für Mitglieder der PKV sind zwei verschiedene Formulare möglich:

  1. Das vorgenannte Formular
  2. Eine andere Bescheinigung in einfacher – freitextlicher – Ausfertigung.

Hinweis:
Der Arbeitnehmer muss die Erkrankung unverzüglich beim Arbeitsbetrieb angeben und eine voraussichtliche Dauer der Erkrankung mitteilen.
(Kassenärztliche Vereinigung Bayern 2014)