Gesundheitsportal Flensburg

Wissenwertes

Gesundheitsberufe

Sehr viele Berufsgruppen kümmern sich um unsere Gesundheit. Bei einigen kann nur noch der Kenner ihre jeweiligen Aufgaben und Qualifikationen auseinander halten. An dieser Stelle wollen wir einige Berufsgruppen vorstellen und abgrenzen. Beginnen wollen wir mit denjenigen, die sich um unsere psychische Gesundheit kümmern. Schreiben Sie uns gerne, welche Berufsgruppen wir noch erläutern sollten.

Geriater

Ein Geriater (auch: Altersmediziner) ist ein Spezialist für die Behandlung sehr alter Menschen.

Der Organismus von älteren Menschen ist oft von vielen verschiedenen Leiden und Symptomen geplagt, sodass Behandlungen in unterschiedlichen medizinischen Bereichen von den verschiedensten Ärzten und Therapeuten notwendig sind. Der Geriater wirkt an dieser Stelle als eine Art Netzwerker. Er berücksichtigt nicht nur körperliche, sondern auch geistige, funktionale und soziale Aspekte.

Besonders bei älteren Patienten ist aufgrund eines hohen Grades an Gebrechlichkeit und Multimorbidität ein ganzheitlicher Ansatz der Behandlung erforderlich. Nur so gelingt es, Therapieerfolge zu erzielen und die Alltagskompetenz und die damit verbundene Lebensqualität wiederherzustellen bzw. aufrecht zu erhalten.

Dennoch gilt, dass alte Patienten weiterhin von ihren Haus- und Fachärzten behandelt werden. Erst wenn eine umfassende Diagnostik oder Therapie aufgrund von Multimorbidität oder der Einnahme vieler verschiedener Medikamente notwendig ist, erhalten Patienten eine Überweisung zum Geriater.

Weitere Informationen zum Thema Geriatrie unter: http://www.dggeriatrie.de/dgg.html (Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e.V.)

Psychiater

Ein Psychiater ist ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Er hat nach einem regulären Medizinstudium eine Facharztprüfung abgelegt.

In der Sprechstunde bei einem Psychiater wird normalerweise von ihm zuerst eine Anamnese (wie bei einem Arzt die erste Untersuchung) durchgeführt. Hierbei geht es um das Kennenlernen der Biografie des Patienten und um die Feststellung der möglicherweise vorliegenden Krankheit über Ausschlussverfahren. Dazu werden die Symptome erfragt und seit wann diese auftreten. Ein Psychiater behandelt meist alle psychischen Erkrankungen, hierbei handelt es sich am häufigsten um depressive Störungsbilder. Außerdem behandelt er auch Psychosen (also Krankheiten bei denen der Patient teilweise den Bezug zur Realität verloren hat – dabei geht er davon aus, dass eine Stoffwechselstörung im Gehirn vorliegt) und Süchte.

Wenn die Diagnose feststeht werden häufig Medikamente (Psychopharmaka) verschrieben oder eine Verhaltenstherapie durchgeführt. In einer ersten Phase werden die Medikamente in ihrer Dosierung eingestellt, danach gibt es nur noch Termine zur regelmäßigen Überprüfung des Zustandes einmal pro Monat oder Quartal.

Psychologen

Psychologen haben Psychologie studiert und können in vielen Bereichen arbeiten. So z.B. bei der Polizei, im Personalmanagement von Unternehmen oder in Kliniken. Sie haben sich in ihrem Studium viel mit Diagnostik beschäftigt, das Erleben und Verhalten von Menschen studiert, sowie Grundlagen der Gesprächsführung gelernt.

Psychologen sind allerdings keine Ärzte und verabreichen daher auch keine Medikamente, aber sie arbeiten häufig mit Ärzten zusammen, insbesondere wenn sie sich um die Gesundheit von Menschen kümmern. Psychologen können nach einer mehrjährigen Ausbildung und folgenden Prüfung (Approbation) auch als Psychologische Psychotherapeuten zugelassen werden und regulär ihre Leistungen über die Krankenkassen abrechnen.

Psychotherapeuten

Ärztliche Psychotherapeuten sind von Haus aus Psychiater (also Fachärzte für Psychotherapie mit vorherigem Medizinstudium).

Psychologische Psychotherapeuten sind studierte Psychologen mit einer Zusatzqualifikation. Auch (Sozial-) Pädagogen dürfen sich Psychotherapeut nennen, wenn sie die entsprechende Zusatzausbildung absolviert haben. Im Rahmen der Psychotherapie wird der Psychotherapeut regelmäßig, meist ein Mal pro Woche, getroffen. Hierbei geht es um die Behandlung psychologischer Erkrankungen durch Beratung und ohne Medikamente.

Eine Übersichtstabelle finden Sie hier